Es ist vollbracht, hiermit präsentiere ich euch unser erstes Preview. Niemand anders als Microsoft selbst lud uns nach Hamburg in den Michel ein. Was für eine beeindruckende und wirklich faszinierende Kirche, und dies aus meinem Munde, obwohl ich mit Kirchen nix am Hut habe.
Es ist 10.30 Uhr als ich den Zielort erreichte. Der erste Gedanke als ich die Kirche gesehen habe: Wo ist denn die Präsentation? Naja, kurz geschaut und einfach mal den ganzen Touristen gefolgt, welche eine Kirchenbesichtigung anstrebte. Auf einmal war es da, ganz klein und unscheinbar wie ein heller Schein am Firmament. Ein Plakataufsteller, welcher ein Poster von Alan Wake beherbergte. Jetzt hieß es nur noch bis 11 Uhr (zu dieser Zeit sollte es losgehen) zu warten. Gefühlte 30 000 Zigaretten später war es dann soweit. Eine Dame steckte den Kopf aus der Tür (raus kommen, wieso? Ist doch kalt draußen) und fragte die Gruppe, in der ich auch Stand: Ob wir wegen der Alan Wake Präsentation hier währen. Nein natürlich nicht: Ich bin nur hier um mir den a... abzufrieren und danach mit den ganzen Touries die Kirche anzuschauen und danach mir nen Schlafplatz hinter dem Altar zu machen. Nachdem das geklärt war, winkte uns (nicht nur console-wins war vertreten, sondern noch knapp 40 andere Medien) die Dame hinein. Nach einem kleineren Spaziergang in tiefere Regionen der Kirche, mehreren xbox360 Bannern und einigen Stauentwicklungen durch die Touristen war das Ziel erreicht. So standen wir nun vor den Toren der Krypta. Aber die Ernüchterung kam schnell. Oh je eine Rezeption, Schlange stehen und anmelden war angesagt (was ein Glück ich hatte genug Nikotin intus). Jetzt aber endlich war es dann geschafft und das Gewölbe Michel zeigte seine ganze Pracht. Gefühlte Deckenhöhe, oh oh, gleich stoße ich mir den Kopf, gleich ist es soweit. Viele viele Säulen die sich von der einen zur nächsten rüber wölbten. Jede Einzelne war dabei noch mit blauem Licht umschlungen. Zwischen drin standen viele LCD-TV`s mit Xbox 360 Konsolen nebeneinander und wirklich gemütlichen Sitzblöcken in weiß. Der zentrale Punkt des Ganzen war aber eine kleine Bühne mit einem riesigen LCD, welche für die spätere Präsentation durch die Entwickler gedacht war. Die hierdurch aufgebaute Stimmung war mehr als perfekt für die Vorstellung von Alan Wake und vermittelte schon einen guten Eindruck, was einem später im Spiel erwartet.
Nach einer knapp 20 minütigen Präsentation des Spieles, von den Entwicklern selbst, mit ein paar erklärenden Worten dazu, ging es dann so richtig los. Man durfte selbst Hand an Alan Wake anlegen und ich sag nur eins WOW. Nach gut 5 Jahren Entwicklungszeit, und der Umentscheidung doch kein Sandboxtitel aus Alan Wake zumachen, sondern das Spiel in mehrere Episoden aufzuteilen und somit die Story und einzelne Events straffer darstellen zu können war genau die richtige Wahl.
Das warum...
In Alan Wake schlüpft ihr in die Rolle das namens gebenden Helden Alan Wake. Hiesiger ist nämlich Schriftsteller und hat eine Schreibblockade. Um diese zu überwinden macht er sich mit seiner Frau auf den Weg nach Bright Falls. Sein Ziel ist es in diesem verschlafenen Ort seine Seele ein wenig baumeln zulassen und wieder neue Kraft zu tanken für neue Werke. Der kleine Küstenort mit seinem schönen Bergpanorama könnte dabei kaum malerischer sein. Die Idylle schlecht hin also.
Nach einer ruhigen Fährenfahrt und anschließendem Plausch mit den Bewohnern im Cafe erreicht Alan Wake mit seiner Frau das gemütliche Ferienhaus am Wasser. Aber manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach einem Streit mit seiner Frau nehmen die Dinge ihren Lauf. Mehr kann ich zu dieser Stelle nicht zur Story und dessen warum sagen. Außer das eine böse dunkle Macht in Bright Falls ihr Unwesen treibt und Alan Wake mittendrin steckt. Die Entwickler selbst beschreiben ihr Spiel als psychedelic Horror Thriller, der in einer Erzählweise aufgebaut ist wie z.B. die TV-Serie LOST.
Viel Schatten, wenig Licht...
Die Überschrift ist hierbei aber positiv gemeint, denn Alan Wake kann mit einer wirklich beeindruckenden Grafik überzeugen. Die Charaktermodelle sind sehr detailliert und mit schönen geschmeidigen Animationen bestückt. Das Gleiche gilt für die Schauplätze, welche man in der Vorschauversion besuchen durfte. Zu erwähnen wäre hier die spieleinleitende Fahrt mit der Fähre nach Bright Falls. Das gesamte Bild welches man hier als Spieler zu Gesicht bekam, könnte glatt von einer Postkarte stammen. Stellt euch vor, ihr steht selbst auf dieser Fähre und seht in weiter Ferne eine kleine Stadt. Euer Blick schweift aber schnell ab, da ihr von den beeindruckenden Spiegelungen im Wasser abgelenkt werdet, während über euch ein Schwarm Vögel hinweg zieht. Ihr folgt diesem mit Begeisterung und bemerkt wie wunderschön sich die Berge zu eurer Linken in das gesamte Bild einfügen. Um es auf den Punkt zu bringen, Alan Wake gehört zur grafischen Oberklasse. Das Aushängeschild für diesen Titel sind aber die beeindruckenden Licht- und Schatteneffekte, sowie die hervorragenden Nebelschwaden, welche in der Luft hängen. Durch diese Kombination und dem z.b. atemberaubenden Waldabschnitt kommt eine wunderbare Horroratmosphäre auf. Man wird beim Spielen einfach nicht das Gefühl los, das hinter jedem Baum gleich jemand hervorspringen könnte. Die Soundkulisse tat hierbei ihr übriges dazu. Diese wirkte so unheimlich mysteriös und gleichzeitig extrem bass lästig, in dem Action geladenen Abschnitten, das es eine helle Freude war.
Andere Wege gehen...
Um dem spielerischen Einheitsbrei a la laufe von a nach b zu c und ballere ein Paar Gegner während dessen über den Haufen aus dem Weg zu gehen. Haben die Entwickler das Licht als essentielles Spielelement mit eingebaut. So ist euer wichtigster Begleiter die sogenannte Taschenlampe. Jup, in Alan Wake wurde die Taschenlampe zur Killeraplikation umfunktioniert. Da ihr es ja mit mysteriösen Schattenwesen zu tun habt, bekämpft ihr sie mit Licht. Also Taschenlampe gezückt, Gegner ordentlich mit hiesiger geblendet und dann nur noch ein paar kräftige Schüsse z.B. mit der Pumpgun, schon ist der Gegner Geschichte. Selbst eine Leuchtpistole wird so zur gefährlichen Waffe. Haben euch die Gegner mal ordentlich zugesetzt und eure Lebensenergie neigt sich dem Ende kommt wieder das Licht ins Spiel. Fix zur nächsten Laterne gehechtet, falls eine in der Nähe ist. Kurz in dem Lichtkegel gestellt und ihr seit erstens sicher vor den Gegnern und zweitens wieder mit voller Gesundheit gesegnet.
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Awake Alan Wake
Abschließend bleibt nur noch zu sagen: Wenn Remedy nicht mehr viel falsch macht kommt mit Alan Wake am 21. Mai ein potentieller Hit auf uns zu. Sofern die Jungs das gelegentlich auftretende Tearing aus technischer Sicht in den Griff bekommen, und die Story wirklich das hält was sie zu versprechen versucht.
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