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| Killzone 2 |
| Autor |
TeeRiese |
Bewertung :  |
| Datum |
25.01.2010 |
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| Vote-Teilnehmer |
3 |
| Gesehen von |
564 |
1 Kommentare |
| Beschreibung |
Shooter Revolution oder doch nur Grafik-Blender……..KILLZONE 2 im Test
Was bisher geschah (Killzone 1)
Nach dem im Jahr 2357 die Helghast auf dem Planeten Vekta unter der Führung von Scolar Visari einmarschierten und versuchten die Hauptstadt Vektas einzunehmen. Konnte die Interplanetarische Strategische Allianz (ISA) doch noch Visaris Pläne in letzter Sekunde vereiteln.
Nun in Killzone 2 schreiben wir das Jahr 2359. Es sind fast 2 Jahre seit Visaris Angriff auf Vekta vergangen. Die ISA ist der Annahme das Visaris Streitkräfte durch die Konflikte auf Vekta stark geschwächt sind. Dementsprechend plant die ISA einen Gegenangriff auf den Planeten Helghan, der Heimat der Helghast. Um Visari das Handwerk zu legen und somit den Krieg zu beenden. Getreu dem Motto, „Angriff ist die beste Verteidigung“.
Feuerfrei „Sev“
Der größte Unterschied zum ersten Teil ist, dass ihr nicht mehr aus einem von 4 spielbaren Charakteren vor Missionsbeginn auswählen könnt. In Killzone 2 schlüpft ihr ausschließlich in die Rolle von Thomas Sevchenko alias „Sev“. Dies kommt dem Spielgefühl deutlich zugute, da man besser eine Bindung zur Hauptfigur aufbauen kann und alles etwas intensiver erlebt.
Locker von der Hand? JA
Die Steuerung in einem Ego-Shooter ist das A und O. Es gibt die Möglichkeit die Empfindlichkeit der X und Y Achse einzustellen plus die Möglichkeit aus einer von 6 vorkonfigurieten Controller Belegungen zu wählen. Dennoch geht Killzone 2 bzw. Entwickler Guerrilla neue Wege. Anstatt eine flotte und direkte Steuerung zu benutzen setzt Killzone 2 mehr auf Realismus. Das Zielen und Anvisieren verläuft ein wenig träge. Je nach gewählter Waffe, fällt diese Trägheit unterschiedlich stark aus. Benutzt man z.B. den Revolver ist diese nicht so stark spürbar wie als wenn man den Raketenwerfer benutzt. Selbst beim Springen merkt man richtig wie die Figur leicht in die Knie geht, wenn sie auf dem Boden aufsetzt. Ein Deckungsfeature ist auch mit an Board, per Druck auf die L2 Taste (in der Standard Controller Einstellung) lehnt ihr euch hinter Kisten und Wände. Alles aus der Ego-Ansicht versteht sich. Dies fühlt sich zum Anfang zwar etwas gewöhnungsbedürftig an aber ist mit einem Teil, der Killzone 2 so besonders und anders macht. Desweiteren ist das Sixaxis Feature auch sehr gut mit ins Spiel eingebunden. Unteranderem werden so Ventile aufgedreht, Bomben scharf gemacht und das Scharfschützengewehr beim Zielen ruhig gehalten.
Folge dem roten Faden
So oder so ähnlich könnte man das Level-Design von Killzone 2 beschreiben. Die Level sind alle sehr linear, fast schlauchartig und bieten keine alternativen Routen. In jedem Level geht es nach demselben Schema voran, säubere Bereich A um in Bereich B zu gelangen. Falls man doch mal die Orientierung verlieren sollte, hilft ein Druck auf das Steuerkreuz nach oben und es wird einem ein Weg Punkt angezeigt. Aufgrund der bombastischen Inzenierung und packenden Feuergefechten stört es aber kaum dass es keine alternativen Wege in den Level gibt. Ein wenig Abwechslung gibt es noch durch 2 Fahrzeug Abschnitte, einmal seid ihr mit einem Panzer unterwegs und später übernehmt ihr noch kurz die Kontrolle über einen Kampfroboter.
EYE and EAR CANDY
Die absoluten Höhepunkte von Killzone 2 sind die Grafik und der 7.1 Sound. Man erinnere sich nur mal an den beeindruckenden E3 Trailer von 2005, der für offene Münder gesorgt hatte, auch wenn er später als CGI Film entlarvt wurde. Nichts desto trotz, jetzt 4 Jahre später liefert Guerilla mit dem fertigen Produkt einen Titel ab, der diesem sagenumwogenen Trailer verdammt nahe kommt. Mit Killzone 2 kann die PS3 endlich zeigen was sie im Stande ist zu leisten. Angefangen bei den Lichteffekten, Rauchschwaden, Explosionen und der Texturschärfe bis hin zum druckvollen 7.1 Sound stellt Killzone 2 die neue Referenz dar. Die Farbgebung mit den vielen Grau und später auch Brauntönen macht Killzone 2 zu einem recht düsteren Shooter. Was aber auch sehr gut zum Planeten Helghan passt, alles sieht dreckig und herunter gekommen aus. Zur Optik gehört auch das Gegner Design und naja, ein Helghast bleibt ein Helghast, dem entsprechend ist hier nicht viel Abwechslung geboten. Dunkle Kleidung, rote Augen und das wars.
Dumme KI…..nein Danke
Die Helghast agieren sehr clever. Sie sind nicht nur treffsicher, sondern suchen sich auch zügig Deckung, wenn ihr sie unter Beschuss nehmt und versuchen euch auch nach Möglichkeit zu flankieren. Hier sind spannende und hitzige Gefechte vorprogrammiert.
Was gibt’s sonst so?
Eine Installation ist nicht von Nöten, Killzone 2 lädt alle Daten von der Disc. Dementsprechend sind die Ladezeiten etwas länger aber verschmerzbar. Immerhin kann man den Ladebildschirm per SIXAXIS Feature neigen und schwenken. Der Dual Shock 3 Controller, Headset sowie Trophys werden auch unterstützt. Weiterhin sind Aktenkoffer und Helghast Symbole in den Level versteckt, für alle Jäger und Sammler.
Multiplayer
Mehr Spielzeit bringt der Multiplayer mit sich, der leider zum Test Zeitpunkt noch nicht online war. Dafür gibt es aber die Möglichkeit offline gegen Bots zu spielen. Hier lässt sich aber nur ansatzweiße erahnen wie viel Spaß der Multiplayer mit sich bringt. Weil das Klassen-System noch keine Rolle spielt und nur maximal 15 Bots zu geschalten werden können, online sind Matches mit bis zu 32 Leuten möglich. Die 8 mitgelieferten Maps schauen alle sehr gut aus und werden der Spieleranzahl nach in der Größe Angepasst. Das Heiligt im MP sind die wechselnden Missionsziele während des laufenden Matches. Mal müsst ihr einen Lautsprecher in die gegnerische Basis bringen, dann einen Zielperson ausschalten, nach normalen Team Deatmatch Regeln spielen oder eure Basis verteidigen und verhindern das der Gegner eine Bombe platzieren kann. Clan Unterstützung und die Aufteilung der Teams in bis zu 6 Squads sind auch mit an Board.
FAZIT
Es gibt nicht viel an Killzone 2 zu meckern, wäre da nicht die kurze Spielzeit. Erfahrene Spieler werden den Abspann auf der normalen Schwierigkeitsstufe schon nach 7-9 Stunden sehen. Trotzdem haben wir mit Killzone 2 einen neuen Shooter König. Vor allem auf der technischen Seite weiß der Titel voll zu überzeugen. In der für heutige Spiele sehr knappen Spielzeit wird man bei Killzone 2 bestens unterhalten und von einem Höhepunkt zum nächsten gejagt. Langfristig wird aber nur der Multiplayermodus motivieren können. Kurz gesagt: KAUFEN, STAUNEN UND GENIESEN.
Wertung
Grafik: 10
Sound: 10
Gameplay: 9,0
Gesamt: 9,5
Pro: wunderbare Grafik, bombastischer Sound, Multiplayer mit bis zu 32 Spieler, clever integriertes Sixaxis Feature
Contra: kurze Spielzeit, alles irgendwie schon einmal dagewesen (aber diesmal brachial präsentiert) |
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